Donnerstag, 24. April 2008

Goodwill visit

Eine Delegation des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages, wurde am 16. April bei der Besichtigung der Altstadt von Hebron von jüdischen Siedlern durch Beleidigungen und Drohungen so massiv gestört, dass die Besuchsroute geändert werden musste. Sicherheitskräfte waren vor Ort, griffen aber nicht ein. Jerzy Montag, Leiter der Delegation: "Wir wissen, es sind nur ganz wenige. Aber es ist nicht hinnehmbar, dass dem nicht ein Ende bereitet wurde." Soweit die Grüne Version.

Unschuldige Parlamentarier, die nur mal eben die Altstadt von Hebron besichtigen wollen und dann, ganz ohne Grund verflucht, beleidigt, bedroht und sogar als Nazis beschimpft werden. So böse sind also die Siedler von Hebron. Und dann werden die Freunde Israels auch noch von der IDF im Stich gelassen.

Die Deutschen waren so geschockt und aufgebracht, dass sie sich entschieden ihren Besuch abzubrechen und Israel unter Protest umgehend zu verlassen.


In der Version von Jerzy Montag fehlen zwei nicht ganz unwichtige Details.

Das erste: die sieben Deutschen waren nicht allein:
"Begleitet wurden die Parlamentarier von einer linksextremen Organisation, welche die jüdischen Siedler aus Hebron vertreiben will und die IDF und Israel verleumdet," so Noam Arnon, der Sprecher der Siedler. Abgeordnete aus europäischen Staaten ohne "feindliche Begleitung" sind lt. Arnon durchaus willkommen.

Das zweite: Nach Aussage des israelischen Außenministeriums war der Ausflug nach Hebron nicht mit den israelischen Behörden abgesprochen, daher konnten keine Vorbereitungen für die Ankunft der Delegation getroffen werden.

Dass die Siedler in Hebron nicht den Durchschnittsisraeli repräsentieren, sondern auch in Israel als Extremisten gelten, sollte bekannt sein. Dass sie von "Menschenrechtlern" regelmäßig als Anschauungsobjekt für die Unmenschlichkeit und Brutalität der israelischen Besatzer Touristengruppen vorgeführt zu werden, hat ihre Einstellung zu linksextremen Friedensaktivisten wohl auch eher negativ beeinflusst, es gab bei solchen Touren schon mehrfach Auseinandersetzungen zwischen Siedlern und "Touristen".

Die deutschen Politiker entscheiden sich trotzdem (oder deshalb) für einen Besuch Hebrons und nehmen ausgerechnet Yehuda Shaul und seine Freunde mit. Die Provokation gelingt, es gibt ein paar Beleidigungen (die nicht ausschließlich den Parlamentariern galten) - schon sich geben sich die Mitglieder des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages empört, reisen aus Protest Hals über Kopf ab, stellen Forderungen ("In order to give the peace process a chance, the members of the law committee, as friends of Israel, appeal to the Israeli authorities to rein in the fanaticism of Jewish settlers.") und verlangen eine Entschuldigung für das Verhalten der israelischen Sicherheitskräfte.

Dabei hätte ein Blick auf die Seite des AA genügt, um auf die Tour gänzlich zu verzichten:

Sicherheitshinweise für die Westbank

Von Reisen in die Westbank wird grundsätzlich abgeraten. Aufgrund der intensiven bewaffneten Auseinandersetzungen im Gazastreifen liegt aktuell auch im Westjordanland ein erhöhtes Risiko vor. ... Es wird empfohlen, die Lage in den Medien aufmerksam zu verfolgen, die tagesaktuellen UN Sicherheitshinweise zu beachten und Fahrten im Westjordanland auf das unerlässliche Minimum zu reduzieren. Fahrten in die nördliche Westbank (insbesondere Jenin, Nablus, Tulkarem), aber auch nach Hebron sollten gegebenenfalls eng mit dem deutschen Vertretungsbüro in Ramallah abgestimmt werden.

Von überflüssigen Fahrten wird ausdrücklich abgeraten, für die deutsche Delegation zählt ein Besuch Hebrons demnach zum "unerlässlichen Minimum". Warum? Ein Blick auf das Besuchsprogamm lässt die Antwort erahnen: Baruch Goldsteins Grab, das Erzvätergrab, die Shuhadastrasse, die von den Siedlern bewohnten Gebiete und der Besuch einer palästinensischen Familie.

Eine Reise, die Vorurteile gegenüber Israel schürt ist für deutsche Politiker (die sich im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages im übrigen gar nicht mit dem Nahostkonflikt befassen) wohl wirklich unerlässlich - liefert sie doch die Munition für die berechtigte Israelkritik, die zu üben jeder Freund Israels verpflichtet ist. Wie praktisch, da schon mal das konzentrierte Böse in Form der Hebronsiedler mit eigenen Augen gesehen und bei einem Gläschen Pfefferminztee von der Brutalität der Israelis mit eigenen Ohren gehört zu haben.

Der israelische Botschafter in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, hat sich
bereits bei den Politikern entschuldigt. Von einer Entschuldigung der deutschen Regierung für das inakzeptable Verhalten ihrer Delegation ist nichts bekannt.

Mittwoch, 9. April 2008

Der Name des Spitzels

Es war einmal ein Stasispitzel, dessen Namen heute niemand wissen soll. Nennen wir ihn S.

S. schlich sich 1980 unter seinem bürgerlichen Namen bei der Jungen Gemeinde in Reichenbach ein, seine Freunde vom MfS nannten ihn "IM Schubert". Die hatten an ihrem jungen Spitzel viel Freude, schließlich konnten sie schon nach kurzer Zeit aufgrund seiner Berichte vier Staatsfeinde einsperren. Für die hervorragende Leistung zeigte sich die Stasi erkenntlich: Geld, Reisen, Kredite - das Spitzelhobby brachte S. ordentlich was ein.

Und so blieb er dabei. Aus dem Oberschüler S. wurde der Student S., sein neues Revier war die Studentengemeinde in Freiberg. "Im Alter von 22 wurde "Schubert" im Auftrag der Staatsmacht Christ." (Spon) S. ließ in Freiberg von dem Studentenpfarrer Klaus Goldhahn, einem "Zielobjekt" taufen - auch auf der Taufurkunde steht sein "richtiger" Name.

S. spitzelte bis November 1989 für die Stasi, wie vielen Menschen aufgrund seiner Berichte das Leben zur Hölle gemacht wurde, ist unbekannt. Denn nicht immer wurden Stasiopfer sofort verhaftet, verurteilt oder in den Westen abgeschoben (letzteres passierte wohl hauptsächlich der DDR-Oppositionsprominenz). Nach dem offenen Terror der Ulbrichtjahre setzte das MfS zunehmend auf die "Zersetzung" von "feindlich-negativen" Individuen und Gruppen.

Sandra Pingel-Schliemann beschreibt in ihrer Studie „Zersetzen. Strategie einer Diktatur“ Ziele und Strategien dieser Unterdrückungsmethode.

Zersetzungsmaßnahmen sollten "das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl eines Menschen untergraben, Angst, Panik, Verwirrung erzeugen, einen Verlust an Liebe und Geborgenheit hervorrufen sowie Enttäuschungen schüren - also all solche Gefühle, die einen Menschen unglücklich und unzufrieden machen."1

Und die Stasi hatte keinerlei Skrupel bei der Wahl ihrer Mittel. Strategien der Zersetzung gegen Individuen waren zum Beispiel das Inszenieren beruflicher Misserfolge, das Zerstören von Liebesbeziehungen, das Entfremden der Kinder von ihren Eltern, das Verbreiten von Gerüchten (Unterstellen einer Kooperation mit dem MfS z.B.), falsche ärztliche Gutachten (3-5% der DDR-Ärzte arbeiteten für das MfS),demonstratives Beobachten, Telefonterror oder das Kriminalisieren wegen unpolitischer Delikte.

Ein wesentliches Charakteristikum der Zersetzung war Anonymität - die Betroffenen selbst konnten die Verfolgungsmaßnahmen häufig nicht mit dem MfS in Verbindung bringen und selbst wenn sie es vermuteten, konnten sie es nicht beweisen oder sich dagegen zur Wehr setzen. In der Regel machten die Opfer andere für die Krisen verantwortlich, die Familie, die Freunde, Mitglieder aus der Oppositionsgruppe, was zu neuen Konflikten führte, weil die Vorwürfe unberechtigt waren.

Pingel-Schliemann: „Betroffene mussten sich gar von anderen vorwerfen lassen, das sie halluzinieren. In der Folge begannen sich einige selbst für „verrückt“ oder „krank“ zu erklären. Die Wirkung anonymer Verfolgung ist nicht zu unterschätzen. MfS-Mitarbeiter drangen zum Beispiel mit Nachschlüsseln in die Wohnung eines ihrer Opfer ein, um dort Gegenstände neu zu sortieren. Einmal verhängten sie die Bilder in der Wohnung von Frau R. Beim nächsten heimlichen Einbruch verstellten sie nur die Gewürzdosen in der Küche. Ein anderes Mal tauschten sie den Lieblingstee der Frau durch eine andere Sorte aus. Die Mitarbeiter kamen wieder und wieder. Sie ließen sich jeweils etwas Neues einfallen. So hängten sie auch die Handtücher in dem Badezimmer von Frau R. ab und ordneten die Blumentöpfe auf ihren Fensterbänken neu. Als Frau R. ihren Freunden von den Vorgängen in ihrer Wohnung erzählte, glaubten sie ihr nicht: “Wir konnten uns doch auch nicht erklären, warum einer die Handtücher abhängen sollte.“ ... Psychologen konstatieren: „Wer mit solchen Zersetzungsmaßnahmen bearbeitet wurde, war nicht nur irritiert, sondern hier begann ein Prozess der Realitätsdiffusion, der letztendlich eine Psychose auslösen konnte.“ 2 (S.196) Frau R., die als Ärztin am Anna-Hospital in Schwerin arbeitete, wurde auch in ihrer Berufsausübung massiv durch Mitarbeiter des MfS (der Chefarzt war IM) beeinträchtigt. Die Zersetzungsstrategie war -aus Sicht des MfS- erfolgreich. Wenige Monate nach dem politischen Umbruch in der DDR nahm sich Frau R. das Leben.

An die für diese Zersetzungsmaßnahmen notwendigen Informationen gelangte das MfS unter anderem durch die Arbeit seiner IM. „Es galt in der geheimpolizeilichen Arbeit immer der Grundsatz: den „schwächsten Punkt“ oder die „empfindlichste“ Stelle der verfolgten Person herauszufinden. Jedes Detail aus dem Leben einer oppositionellen Persönlichkeit, all ihre Stärken und Schwächen wurden für den Staatssicherheitsdienst von Interesse.“ (S.198)

IM wurden mit ganzen Fragekatalogen auf ihre Opfer angesetzt, darunter völlig Banales (Wo stellt X sein Auto ab?) aber auch viel Persönliches (Verhältnis zur Ehefrau, zu den Kindern, Verhalten und Kontakte der Ehepartner und Kinder).

Heute verstecken sich die Täter hinter der vermeintlichen Harmlosigkeit ihrer Handlungen. Ein paar Blumentöpfe verrücken, Tee austauschen, Handtücher umhängen - na und, alles kein Verbrechen, hat keinem geschadet, Schwamm drüber. Ein paar Informationen weitergegeben, die sich jeder hätte beschaffen können, was soll daran schlimm sein? Und sie kommen damit durch, das Verständnis für den „kleinen IM“ ist im Osten nahezu unbegrenzt.

Im Rahmen der Ausstellung „Christliches Handeln in der DDR“ wurde einer dieser IM, S., namentlich genannt. S. alias „IM Schubert“ streitet seine Arbeit für die Stasi nicht ab, er fühlt sich also verleumdet, sondern in seinen Persönlichkeitsrechten eingeschränkt. Und bekommt auch noch vor dem Zwickauer Verwaltungsgericht recht! Vorläufig.

Des Ex-Spitzels Anwalt Thomas Höllerich, Politiker der SED PDS Partei "Die Linke", fürchtet gar Pogrome gegen Ex-Spitzel:

"Irgendwann werden dann Horden von Menschen, die einen roten Stern und einen Aufdruck IM haben durch Reichenbach getrieben, weil das Geschichtsaufarbeitung ist." Hier im Original zu hören: http://www.mdr.de/laenderzeit/5365450.html

Wie viele Ex-IM gibt es, wenn Höllerich befürchtet, ganze „Horden“ von ihnen könnten allein durch das kleine Reichenbach getrieben werden? Sind die Täter von damals wirklich die Opfer von heute, nur weil einer von ihnen aus seiner Anonymität geholt wird?

Nein, die Täter von gestern haben keine Angst vor ihren Opfern. Sie brauchen die Anonymität, das Verschweigen ihrer Vergangenheit, um heute ungestört die Strippen ziehen zu können.


1) Sandra Pingel-Schliemann, Zersetzen. Strategie einer Diktatur. Berlin 2004, S.188.

2).Ebd. S.196

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Update: Das Landgericht Zwickau hat gestern die Verfügung gegen die Stasi-Ausstellung aufgehoben, weil der Ex-Stasispitzel S. gegen die falsche Partei geklagt hat. S. wird jetzt ein neues Verfahren anstrengen, Anwalt Höllerich droht schon mit der nächsten einstweiligen Verfügung.



Mittwoch, 2. April 2008

Kollektivhaftung

"Man kann doch nicht ein ganzes Volk für die Verbrechen Einzelner bestrafen" ist so eine Phrase die man immer wieder hört, wenn Israel versucht, seine Bevölkerung vor arabischem Terror zu schützen.Israel hat kein Recht, sich durch einen Zaun vor Fleischbomben zu schützen, weil dadurch auch die "unschuldigen Palästinenser" in ihren Rechten eingeschränkt werden. Sogar die Kontrolle von Arabern an Checkpoints wird als entwürdigend angesehen - schließlich hat nicht jeder von denen eine Bombe dabei, und man kann sie ja nicht alle unter Generalverdacht stellen. Das ist rassistisch.

Israel hat ebenfalls kein Recht, auf den täglichen Raketenbeschuss durch die Hamas zu reagieren. Denn dabei können auch "unschuldige Palästinenser" verletzt oder getötet werden. Allein die Ankündigung (!) Israels, als Reaktion auf den Kassambeschuss stundenweise die Stromlieferung nach Gaza zu reduzieren, wurde als inhumaner Akt verurteilt, da auch die Zivilbevölkerung betroffen wäre, die keinesfalls für die Taten der Hamas verantwortlich sei und daher auch nicht bestraft werden darf.

Nach den Anschlägen New York, London, Madrid, Bali oder Djerba mit Hunderten von Toten und Verletzten wurde sehr schnell zur "Besonnenheit" gemahnt. Keinesfalls dürfe man für die Taten einzelner Radikaler alle Muslime verantwortlich machen, da die große Mehrheit der Muslime friedlich ist und Terror ablehnt.

Terroranschläge werden immer nur von "Einzeltätern" ausgeführt,unabhängig davon wie groß die Organisation ist, die hinter den Anschlägen steckt und von wie vielen Ländern sie finanziert wird. Sanktionen gegen den Iran zu fordern, dessen erklärtes Ziel es ist, Israel zu vernichten, ist extrem unpopulär, obwohl die Finanzierung der Hamas durch Teheran genausowenig ein Geheimnis ist, wie das militärische Ziel des iranischen Atomprogramms. Den Iran boykottieren? Nein, das würde ja nur die Falschen treffen, die Bevölkerung, die niedlichen persischen Kinder.

Völlig anders sind die Reaktionen, wenn sich Muslime irgendwie vom Westen gekränkt fühlen, sei es durch Zeichnungen, sei es durch einen Film. Dann wird Bestrafung eines möglichst großen Kollektivs schnell zur religiösen Pflicht.

Brennende Fahnen, brennende Botschaften, ermordete Christen - die Reaktion der aufgehetzten Muslime in den arabischen Ländern auf die Mohammed-Karikaturen war keineswegs "besonnen". Der Aufruf zum Boykott dänischer Waren (zuletzt durch den Sudan, immerhin zweieinhalb Jahre nach dem Erscheinen der Zeichnungen) sollte nicht nur die Karikaturisten oder Jyllands Posten treffen, sondern alle Dänen / Europäer / Christen - den "Westen". Gravierende Konsequenzen für die eigene Bevölkerung werden in Kauf genommen, so boykottierten pakistanische Ärzte als Reaktion auf die Mohammed-Karrikaturen europäische Medikamente und halfen ihren Patienten mit "alternativen" Heilmitteln.

Eine knappe Woche nach der Veröffentlichung des Wilders-Films soll nun Holland boykottiert werden. Die islamische Partei PAS in Malaysia fordert "die Muslime der ganzen Welt dazu auf, ab sofort alle niederländischen Produkte zu boykottieren". Den Anfang machen die Kunden der Supermarktkette "Mydin". Wie Spon berichtet, werden dort rote Warnhinweise auf holländische Produkte geklebt und an die Kunden, Muslime wie Nichtmuslime, appelliert, diese zu boykottieren. Myrin bietet also Waren zum Boykott an! Erinnert an Flaggen-Schlüter, der in Ramallh dieser Tage wohl auch wieder viel zu tun hat: "Aber vielleicht möchten sie ja mein dänisches Pundergebäck boykottieren? ... Wieviel wollen Sie denn nicht kaufen?"

Beschämend das Verhalten der niederländischen Geschäftsleute, die Wilders (!) verklagen wollen, wenn es zu einem Boykott kommt. In vorauseilendem Gehorsam akzeptieren sie die völlig überzogene Reaktion der muslimischen Seite, nur die unangenehmen Folgen der Kollektivstrafe sollen auf einen einzelnen "Schuldigen" abgewälzt werden.


Samstag, 29. März 2008

Der holländische Mob

... verhält sich ruhig!

Die befürchteten Reaktionen auf den Geert Wilders Film "Fitna" sind in Holland -wie im übrigen Europa- ausgeblieben.

Das "Hassvideo", das "keinem anderen Zweck [dient], als dem, den Hass anzustacheln" (D.Rupel, Vorsitzender des EU-Ministerrats), wurde millionenfach angeklickt, trotzdem kam es weder zu Ausschreitungen gegen Muslime, noch randalierten fanatisierte Niederländer auf den Straßen. Es wurden weder saudische/syrische/iranische Fahnen verbrannt, noch Moscheen niedergerissen.

Die Reaktion der "zum Hass angestachelten" Europäer: beschämt, dass einer von ihnen, ein "Nichtmoslem" es tatsächlich gewagt hat, einen "islamkritischen" Film zu drehen.

Und ängstlich. Das BKA fürchtet Anschläge , die Mitarbeiter von LiveLeak fürchten um ihr Leben. Es ist die Angst vor Wilders Opfern, die Angst vor den friedlichen Muslimen, die sich durch den Film beleidigt fühlen könnten. Die Angst, dass dieses Beleidigtsein in unislamischen Aktionen seinen Ausdruck findet. In der Berliner U-Bahn vielleicht, oder in einem Kölner Bus.

Inzwischen macht sich Erleichterung breit, die Reaktion der Anhänger der Religion des Friedens ist verhaltener als befürchtet. Es ist wohl auch dem letzten Islam-Funktionär klar, dass wütende Proteste eine Bestätigung Wilders wären. Eine neue Strategie muss her, denn so einfach kann man dem Kufar seine Frechheit nun doch nicht durchgehen lassen. Das Beleidigtsein (und man ist völlig zurecht beleidigt, da nichts in Wilders Film irgendetwas mit dem Islam oder dem Verhalten seiner Anhänger zu tun hat) lässt sich auch ohne Gewalt in politisches Kapital verwandeln.

Kenan Kolat, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland, verlangt vom deutschen Innenminister sich eindeutig von dem Film zu distanzieren, da dieser die Grenze der Meinungsfreiheit überschreitet, stigmatisierend sei und den Frieden gefährde. Darüber hinaus fordert Kolat, den Film -auch im Internet- zu verbieten.

Eine reine Machtdemonstration. Wilders und Schäuble sind nicht in derselben Partei, Schäuble hat keinerlei Sympathie für den Film gezeigt und ist als Bundesinnenminister auch nicht für das Verhalten niederländischer Politiker zuständig. Wieso soll er sich von etwas distanzieren, dem er nie nahegestanden hat? Kolat ("partizipieren statt integrieren") bestimmt nicht die Grenzen der Kunst- bzw. Meinungsfreiheit in Europa, die Forderung nach einem Verbot des Films (auch im Internet!) kann also nur als deutlicher Wink mit dem Zaunpfahl verstanden werden, künftig alle von Wilders angesprochenen Misstände unter den Teppich zu kehren. Um den Frieden nicht zu gefährden. Da Kolat Schäuble ausdrücklich in dessen Funktion als Leiter der Islamkonferenz anspricht, wird wohl auch dort Wiedergutmachung in Form von Zugeständnissen an die Türkische Gemeinde gefordert werden.

Und neuer Ärger ist in Sicht. Der Zeichentrickfilm "The Life of Mohammed" von Ehsan Jami soll am 20. April ausgestrahlt werden.

Freitag, 21. März 2008

Multikulti Gesülz im DR Kultur

"Wie im Paradies. Nun ja, vielleicht nicht ganz so kommod wie weiland im Garten Eden, aber zumindest doch einigermaßen himmlisch könnte es auf Erden zugehen, wenn wir denn endlich ernst machten mit unserem multikulturell beseelten Verständnis von religiöser Toleranz und Kooexistenz." So beginnt der Beitrag "Hier stehe ich... Schwache Christen, starke Muslime" von Uwe Bork, gesendet am 17.März vom Deutschlandradio Kultur.

Und so stellt sich Bork das Multikulti-Paradies vor:

"Freitags hätten wir frei wegen unserer muslimischen Mitbürger, samstags hielten wir Shabbatruhe und Sonntags etwas ähnliches, nur eben unter christlichen Vorzeichen."

Jede Woche drei Tage frei, dass klingt schon fast wie ein Wahlversprechen der SED PDS Linken: wirtschaftlicher Blödsinn, aber populär. (Wenn dann Schulen, Kinos, Supermärkte usw. sich den paradiesischen Ruhezeiten anpassen und die Gehälter den verkürzten Arbeitszeiten entsprechen, ist das Gemaule auch wieder groß.) Aber: wirklich frei wäre nur der Freitag, denn "wir" hielten ja am Samstag, also von Freitagabend an, die Sabbatruhe und dann am Sonntag "etwas ähnliches". Wir sind nicht nur multikulturell sondern auch multireligiös. Und wir halten nicht nur die Feiertagsbestimmungen, sondern auch sonst die religiösen Gesetze -"unsere" und die der "anderen"- ein:

"Gleichermaßen zum Gefallen von Muslimen, Juden und christlichen Feinschmeckern, werden unsere Speisekarten endlich von Schweineschnitzel und diversen Sülzen befreit..."

"Wir" opfern der Multikultireligion freudig das Schwein. Endlich kein Schweinschnitzel mehr! Nie wieder Sülze! Nie wieder Eisbein! Nie wieder Blutwurst! Aber warum nur das Schwein? Es gibt noch so viel mehr, auf das "gleichermaßen zum Gefallen von Muslimen, Juden und christlichen Feinschmeckern" verzichtet werden sollte: Hummer, Austern, Calamari - nie wieder Ekelzeug! Bier, Wein, Champagner - alles haram, weg damit. Heilige Kühe schlachten? Nicht in unserer schönen neuen Welt, endlich werden -zum Gefallen der Hindus- unsere Speisekarten auch von Rinderbraten, Tafelspitz und Rumpsteak befreit.

"...Sparschweine würden ausgewildert..."

Wird die Welt zum Paradies, wenn es keine Sparschweine mehr gibt? Sind Sparelefanten, Sparkühe, Sparwale, Sparpinguine oder Sparkamele so viel besser? Bork zeigt einmal mehr, was für ein guter Dhimmi er ist, der seinen muslimischen Freunden nicht nur durch den Verzicht auf das Schwein auf seinem Teller Respekt erweist, sondern ihnen auch den beleidigenden Anblick eines so unreinen Tieres aus Keramik oder Plastik ersparen will.

"... und -um dieses Mal um Muslime und Christen glücklich zu machen- niemand dürfte mehr Zinsen verlangen: nicht fürs Leasing, nicht für den Ratenkauf und nicht für den Häuslebau."


Ja, es könnte einigermaßen himmlisch auf Erden zugehen, wenn es den bösen Wucherjuden nicht geben würde! Oder glaubt Bork, Juden würden gerne fürs Leasing, den Ratenkauf oder den Häuslebau Zinsen zahlen und wären unglücklich, wenn sie das nicht mehr dürften?

Wucher und Zins werden schon im Alten Testament verboten, das Zinsverbot ist keine christliche oder muslimische Besonderheit. Das "christliche" Zinsverbot stützt sich auf die folgenden biblischen Quellen:

"Wenn du meinem Volk Geld leihst, einem Armen, der bei dir wohnt, so sollst du ihn nicht wie ein Wucherer behandeln, du sollst ihm keinen Zins auferlegen." (Exodus 25,25)

"Wenn dein Bruder verarmt neben dir und sich nicht mehr zu halten vermag, so sollst du ihm Hilfe leisten, er sei ein Fremdling oder Beisaße, daß er bei dir leben kann. Du sollst keinen Zins noch Wucher von ihm nehmen, sondern sollst dich fürchten vor deinem Gott, daß dein Bruder neben dir leben könne. Du sollst ihm dein Geld nicht auf Zins, noch deine Speise um Wucherpreise geben." (Levitikus 25, 35-38)

"Dem Ausländer darfst du Zins auferlegen, deinem Bruder aber sollst du keinen Zins auferlegen, auf daß dich der HERR, dein Gott, segne in allem, daran du die Hand legst in dem Lande, dahin du kommst, um es einzunehmen." (Deuteronomium 23, 20)

"Wenn aber ein Mensch gerecht ist und Recht und Gerechtigkeit übt, nicht auf den Bergen Opferfleisch ißt, seine Augen nicht zu den Götzen des Hauses Israel erhebt, seines Nächsten Weib nicht schändet und nicht zu seinem Weibe geht während ihrer Unreinigkeit; niemanden bedrückt, seinem Schuldner das Pfand zurückgibt, nichts raubt, sondern dem Hungrigen sein Brot gibt und den Nackten kleidet, nicht auf Wucher leiht, und keinen Wucherzins nimmt, seine Hand vom Unrecht fern hält und jedermann zu seinem Recht kommen läßt, in meinen Satzungen wandelt und meine Rechte bewahrt und sie gewissenhaft befolgt: ein solcher ist gerecht, er soll gewiß leben, spricht Gott, der HERR.

Wenn nun dieser einen gewalttätigen Sohn zeugt, der Blut vergießt oder irgend etwas von alledem tut, was jener nicht getan, der auf den Bergen ißt, seines Nächsten Weib schwächt, den Armen und Dürftigen bedrückt, das Pfand nicht zurückgibt, seine Augen zu den Götzen erhebt und Greuel verübt; auf Wucher leiht, Wucherzins nimmt: sollte ein solcher leben? Er soll nicht leben; er hat alle diese Greuel getan, darum soll er sicherlich sterben; sein Blut sei auf ihm!

Und siehe, wenn auch er einen Sohn zeugt, der alle Sünden seines Vaters sieht, die dieser vollbracht hat, ja, wenn er sie sieht, aber solche nicht tut: nicht auf den Bergen ißt, seine Augen nicht zu den Götzen des Hauses Israel erhebt, seines Nächsten Weib nicht befleckt, niemanden bedrückt, niemanden pfändet, nicht raubt, sondern dem Hungrigen sein Brot gibt und den Nackten kleidet, seine Hand nicht an den Armen legt, weder Wucher noch Zins nimmt, meine Rechte beobachtet und in meinen Satzungen wandelt: der soll nicht sterben um der Missetat seines Vaters willen, sondern er soll gewiß leben." (Hesekiel 18, 5-17)

(Ein Psalm Davids. HERR, wer wird wohnen in deiner Hütte? Wer wird bleiben auf deinem heiligen Berge?) "Wer sein Geld nicht um Wucherzinsen gibt und keine Bestechung annimmt gegen den Unschuldigen. Wer solches tut, wird ewiglich nicht wanken!" (Psalm 15, 5)

"Wer sein Vermögen durch Wucherzinsen vermehrt, der sammelt es für einen, der sich des Armen erbarmt." (Sprüche 28,8)

und

"Vielmehr liebet eure Feinde und tut Gutes und leihet, ohne etwas dafür zu erhoffen; so wird euer Lohn groß sein, und ihr werdet Kinder des Höchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen." (Lukas 6,35)

Durchgesetzt wurde das "christliche" Zinsverbot zuletzt im Mittelalter (!), Juden waren von dem Verbot ausgenommen und bestritten mit dem Geldverleih häufig ihre Existenz. Ein nicht ganz ungefährliches Geschäft in einer Welt, in der Arbeit als Strafe für die Erbsünde galt, war jeder Gewinn ohne Arbeit nicht nur eine Schande, sondern ein Betrug vor Gott. Entsprechend war die Zahlungsmoral.

Inzwischen ist es Christen seit einigen Jahrhunderten erlaubt, Geld gegen Zins zu verleihen. Es ist nicht unmoralisch, Zinsen zu erhalten - es ist nicht ein Zeichen von hoher Moral, sondern von Dummheit, Geld niedrig verzinst anzulegen. Das antisemitische Klischee vom "Wucherjuden" hat sich dagegen erhalten und ist bei Rechten und Linken verbreitet.

In Borks zinslosem Multikultiparadies gäbe es für die glücklichen Muslime und Christen keinen Kredit mehr, nicht für den Ratenkauf und auch nicht für den Häuslebau. Das Leasing ist vom Zinsverbot nicht betroffen, dort müsste weiter gelöhnt werden.

"Klingt doch nicht schlecht, oder?"

Doch, Bork, das klingt schlecht. Sehr schlecht sogar.

Montag, 17. März 2008

Wem Ehre gebührt II

Der Liberalen/ Linken/ Grünen Lieblingsmuslime sind die Aleviten. Sie brauchen keine Moscheen, die Frauen tragen kein Kopftuch und an religiösen Zeremonien beteiligen sich Männer, Frauen und Kinder gleichermaßen - es ist also alles viel "fortschrittlicher" als bei anderen Muslimen oder bei den Katholiken.

In ihrer Vorstellung von "Ehre" und der Stellung der Frau im alltäglichen Leben ist der Unterschied zu den sunnitischen Türken jedoch nicht groß, auch bei den Aleviten ist die Frau die Ehre des Mannes.

Necla Kelek stellt im ersten Teil ihres Buches "Die verlorenenSöhne. Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes" die Lebenswege türkischer Männer vor, die eines gemeinsam haben: sie sitzen in einem deutschen Gefängnis. Die Männer kommen aus unterschiedlichen Kulturen, sie sind Kurden, Tscherkessen, Iraner und eben Aleviten.

Die Geschichte von Yilmaz, dem Aleviten, unterscheidet sich nicht grundsätzlich von denen der anderen Männer, auch er ist weniger ein Opfer der deutschen Gesellschaft als ein Opfer traditioneller Zwänge, die sein Leben bestimmen.

Yilmaz hatte als ältester Sohn, als "Abi" bereits früh viele Pflichten, nach dem Tod seines Vaters ist er mit 17 Jahren der älteste Mann in der Familie und daher für diese verantwortlich. Verantwortlich heißt in der Türkei auch finanziell verantwortlich, da ein Sozialhilfesystem wie in Deutschland nicht existiert. Yilmaz muss sich Gedanken machen, wovon seine Familie (über)leben soll, wenn er zum Militär eingezogen wird.

Yilmaz findet eine Lösung, er verheiratet seine Schwestern (15 und 16 Jahre alt) und verkauft die Werkstatt seines Vaters, um mit dem Geld Mutter, Großmutter und die fünf kleinen Geschwister über Wasser halten zu können.

Seine Zukunft soll in Deutschland liegen, der Onkel schickt ein Brief mit dem Foto eines Mädchens : "...die Familie überlege, sie mit ihm zu verheiraten. Yilmaz schrieb seiner Mutter, dass er ihr die Entscheidung überlasse."

Eine eigene Entscheidung zu treffen kommt für den jungen Mann nicht in Frage: "Da mein Vater tot war, oblag es nach unserer Tradition, wir sind Aleviten, meinem Onkel, für meine Verheiratung zu sorgen und die Hochzeit auszurichten. Er hat alles geplant und vorbereitet, ich musste nur kommen. Auf der Hochzeitsfeier sah ich meine Frau dann zum ersten Mal. Vierzig Tage waren wir zusammen, dann ging sie zurück nach Deutschland."

Das Paar kann nicht, wir geplant, in Deutschland leben, nach ein paar Jahren scheitert die Ehe. Die gemeinsamen Kinder werden Yilmaz zugesprochen. "Der Staat vertraut dem Mann eben mehr", meint Yilmaz. "Außerdem gehören die Kinder dem Mann."

Nach der Trennung schafft es Yilmaz dann doch, nach Deutschland einzureisen, er heiratet eine Deutsche, auch diese Ehe geht schief. Von deutschen Frauen hält Yilmaz danach nicht mehr viel:

"Wenn ich noch einmal heirate, dann nur eine Türkin. Die deutschen Frauen entscheiden selbst über ihr Leben. Das dürfen unsere Frauen nicht. Für uns Männer ist wichtig, dass unsere Frauen sauber sind. Dass sie unser Haus sauber halten. Dass das Essen auf dem Tisch steht, wenn wir nach Hause kommen. Die Frau ist die Ehre des Mannes. Sie hat zu tun, was der Mann von ihr verlangt. Wenn sie anfängt, selbst Entscheidungen zu treffen, dann gibt es Streit."

Yilmaz, der Alevit, unterscheidet sich in seiner Auffassung von Ehre und Familie in nichts von seinen sunnitischen Brüdern. Die Frauen mögen in religiösen Belangen gleichberechtigter erscheinen, was die Kontrolle über ihr Leben betrifft, sind sie es nicht.

Und noch ein Yilmaz-Satz am Ende: "Wenn es das deutsche Sozialsystem nicht gäbe, waren wir nicht hier. In den türkischen Cafés gibt es nur ein Thema: Warum sind wir nicht in unserer Heimat? Wie sind wir bloß hierher geraten? Wenn wir doch bloß das gute System der Deutschen hätten, würden iwr hier nicht versauern."

(Alle Zitate aus: Necla Kelek, Die verlorenen Söhne. Plädoyer für die Befreiung des türkisch-muslimischen Mannes, Köln 2006, S.71-75.)

Samstag, 8. März 2008

Für Terroristenversteher...

... Gedanken von Bradley Burston . (Übersetzung: Heplev)

An den Westler, der den Terroristen „versteht“


Erspare uns die Erklärungen.


Erspare uns die gelehrten, soziologiegetränkten Rechtfertigungen.


Erspare uns die Gründe, warum du Palästinenser „verstehst“, wenn sie kaltblütig Juden niederschießen.


Erspare uns Kapitel und Vers über das Elend der Palästinenser die Wurzel des islamischen Terrorismus in der gesamten Welt und wenn den Palästinensern nur volle Gerechtigkeit erfahren würden, würde der islamische Terrorismus aus der Welt verschwinden.


Erspare uns das.


Du magst tatsächlich glauben, mit dem blinden Glauben der Hoffnungsvollen und von Angst Erfüllten, dass diese Leute, wenn sie mit den Juden fertig sind, nicht hinter dir her sein werden.


Denke nochmal darüber nach.


Erspare uns den Postmodernismus und den radikalen Chic und den ganzen Mumpitz.


Mach die Augen auf.


Wenn einer mit einer Waffe in eine religiöse Schule am Hauptzugang zu diesem Teil Jerusalems geht, die seit 1948 jüdisch gewesen ist und die niemandem gestohlen wurde, dann pass auf.


Wenn er das Feuer auf Religionsstudenten eröffnet, die in einer Bücherei über Bücher gebeugt sind, wenn er immer weiter feuert, bis Blut die heiligen Buchdeckel und offenen Seiten des Talmud und den ganzen Boden tränkt, dann pass gut auf, wie die selbsternannten Menschen des Glaubens reagieren, die die Hamas betreiben.


Erspare uns die Schlussfolgerung, dass die Hamas Juden nur aus einem Grund umbringt und das dahinter stehende Motiv für die Ermutigung anderer, dasselbe zu tun, der ist, Israel zu einem Waffenstillstand zu zwingen.


Erspare uns das „die israelische Politik ist für das Blutvergießen verantwortlich“ und „das Seminar ist immerhin eine ideologische Bastion und ein Symbol der religiösen Rechten“ und all die anderen gelehrten, arroganten, herablassenden und unmoralischen Arten zu sagen „sie haben es verdient“.


Erspare uns das Verständnis für die Motive der Massenmörder, die mit Gott auf den Lippen töten. Erspare uns das Verständnis der Worte der Hamas-Sprecher, die sagen, dass nach all den durch die Israelis getöteten Palästinenser die Tötungen in Jerusalem „unsere einzige Freude“ sind.


Erspare uns die Ansicht des Erntedankgebets für den großen Sieg, Gebete, die in Moscheen von Gaza just nach der Abschlachtung der Juden begannen. Erspare uns die Ansicht davon, wie Süßigkeiten von kleinen Kindern an Autofahrern im Gazastreifen verteilt werden – Süßigkeiten zur Feier der tot am Boden liegenden jungen Juden, der toten jungen Juden an ihren Schreibtischen, der Juden, die wegen des Verbrechens Juden zu sein an diesem Ort des Studierens und Betens getötet wurden.


Erspare uns die Rechtschaffenheit derer, die Baruch Goldstein dafür verurteilen, dass er mit einem Gewehr in einen heiligen Ort eingedrungen ist und Palästinenser ermordete, die aber verstehen können, warum ein Palästinenser genau dasselbe macht.


Mach die Augen auf.


Letzte Woche, als israelische Truppen in den Gazastreifen fuhren und rund 120 Palästinenser getötet wurden, waren viele davon Bewaffnete; aber weil Kinder ein Sechstel der Gesamtzahl
[der Toten] ausmachten, sprach ein trauernder Vater still und wortgewandt: „Wenn das an anderen Orten der Welt geschieht, gibt es einen großen Aufschrei. Wenn es hier geschieht, schweigt die Welt. Niemanden kümmert es.“


Er hat recht. Die Welt ist zufrieden damit geworden Palästinenser sterben zu lassen. Der Grund ist nicht einfach Gefühllosigkeit. Und es liegt auch nicht daran, wie die Hamas ihren Anhängern im Gazastreifen gegenüber verkündet, dass die Juden die Weltmedien und die Weltfinanzen und damit auch die westliche Regierung kontrollieren.


Der Grund ist der Terror.


Die Welt ist des Credo der Islamisten müde, dass nur der bewaffnete Kampf den israelisch-palästinensischen Konflikt lösen kann und dass die einzig saubere Lösung das Ende Israels ist.


Sogar die israelische Linke, die Jahrzehnte lang die Palästinenser mutig und entschlossen hoch hob, hat zu einem großen Teil die Nase von ihnen voll. Der Grund ist der Terror. Der Grund ist Mord. Der Grund ist, dass die Herrscher von Gaza Leute sind, die einen Wert darin sehen Juden um der Erhöhung der Zahl der toten Juden in der Welt töten.


Die Herrscher von Gaza können sich nicht dazu bringen das Konzept zu akzeptieren, das Heilige Land mit den Juden zu teilen.


Das Beste, was die Herrscher von Gaza tun können, ist der Hoffnung bei ihrem eigenen Volk und auch unserem ein Ende zu bereiten.


Sie glauben, dass der jüdische Staat vorübergehend sei und dass die Juden es bald islamischer Herrschaft überlassen werden.


Nach all dieser Zeit, sollte man meinen, sie würden die Juden ein wenig besser kennen.