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Dienstag, 6. Mai 2008

Somewhere over the Rainbow

Fettleibigkeit ist in einigen Kulturen erstrebenswert, besonders in solchen, in denen Nahrung knapp ist. Fett ist reich und reich ist gut. Und gesund: keine Parasiten, kein Aids, keine Drogen.

Fettleibigkeit wird in einigen Kulturen verteufelt, besonders in solchen, in denen Nahrung billig und im Überfluss vorhanden ist. Fett ist faul/hedonistisch/disziplinlos und daher schlecht. Und ungesund: Diabetes, Bluthochdruck, kaputte Gelenke. Mindestens.

Fettleibigkeit gilt als Zivilisationskrankheit, betroffen hauptsächlich die Armen der ersten Welt, die ihr Leben mit Fastfood und Fernsehen füllen. Der fette Amerikaner -bizarre Klamotten, debiles Lächeln- mit dem Burger in der einen und der Coke in der anderen Pranke ist der Stereotyp des dekadenten Westlers.

Dabei sind die Amerikaner -statistisch betrachtet- keineswegs die fettesten Menschen auf diesem Planeten. Die folgende Karte zeigt den Anteil übergewichtiger erwachsener Frauen bezogen auf die erwachsene weibliche Bevölkerung, die Top 5 jeweils mit prozentuellen Angaben.


Den höchsten Anteil an übergewichtigen Frauen hat zweifellos die Südsee, Nauru schlägt das auf königliche Diät gesetzte Tonga. Leider bilden die Südsee und Südostasien eine Region, die bevölkerungsreichen Länder (China, Indien, Indonesien) haben offenbar nur einen sehr geringen Anteil an fetten Frauen.

Auf Platz zwei landet -regional- der Nahe Osten. Fette arabische Frauen? Warum nicht. Der Begriff "Pinguin" leitet sich schließlich vom lateinischen "pinguis" ("fett") ab. Die arabische Küche ist lecker und kalorienreich, oppulente Mahlzeiten sind ein wichtiger Teil der arabischen Kultur.

Aber: auch dort fällt Manna nicht einfach vom Himmel. Fettleibigkeit setzt die Verfügbarkeit hochkalorischer Nahrung voraus oder kurz: wer fett ist, hat mehr als genug zu essen.

Das stets vom Hunger bedrohte "Palästina" landet in den Top 5 im Nahen Osten zwar nur auf Platz 4 (Abstand zum reichen Saudia 1%), ist mit einem Anteil von 43% fettleibiger Frauen aber global in der Spitzengruppe. Die fetten Amis bringen es gerade mal auf 33%.

43% der erwachsenen "palästinensischen" Frauen sind fettleibig, d.h. sie haben nicht nur ein paar Pfunde zuviel, sondern deutliches Übergewicht. Das Land, in dem fast jede zweite Frau übergewichtig ist, braucht trotzdem Unterstützung durch die UN. Mehl kann man schließlich nie genug haben, und die läppischen 1.014.900 kcal pro Nablus-Einwohnerin zusätzlich (wie von BEER7 errechnet) werden schon irgendwie verstoffwechselt.

Hoffentlich werden sie davon nicht nur fett, sondern auch freundlich und friedlich.

Vielleicht so ein bisschen wie Israel Kamakawiwo'ole ...


Donnerstag, 24. April 2008

Goodwill visit

Eine Delegation des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages, wurde am 16. April bei der Besichtigung der Altstadt von Hebron von jüdischen Siedlern durch Beleidigungen und Drohungen so massiv gestört, dass die Besuchsroute geändert werden musste. Sicherheitskräfte waren vor Ort, griffen aber nicht ein. Jerzy Montag, Leiter der Delegation: "Wir wissen, es sind nur ganz wenige. Aber es ist nicht hinnehmbar, dass dem nicht ein Ende bereitet wurde." Soweit die Grüne Version.

Unschuldige Parlamentarier, die nur mal eben die Altstadt von Hebron besichtigen wollen und dann, ganz ohne Grund verflucht, beleidigt, bedroht und sogar als Nazis beschimpft werden. So böse sind also die Siedler von Hebron. Und dann werden die Freunde Israels auch noch von der IDF im Stich gelassen.

Die Deutschen waren so geschockt und aufgebracht, dass sie sich entschieden ihren Besuch abzubrechen und Israel unter Protest umgehend zu verlassen.


In der Version von Jerzy Montag fehlen zwei nicht ganz unwichtige Details.

Das erste: die sieben Deutschen waren nicht allein:
"Begleitet wurden die Parlamentarier von einer linksextremen Organisation, welche die jüdischen Siedler aus Hebron vertreiben will und die IDF und Israel verleumdet," so Noam Arnon, der Sprecher der Siedler. Abgeordnete aus europäischen Staaten ohne "feindliche Begleitung" sind lt. Arnon durchaus willkommen.

Das zweite: Nach Aussage des israelischen Außenministeriums war der Ausflug nach Hebron nicht mit den israelischen Behörden abgesprochen, daher konnten keine Vorbereitungen für die Ankunft der Delegation getroffen werden.

Dass die Siedler in Hebron nicht den Durchschnittsisraeli repräsentieren, sondern auch in Israel als Extremisten gelten, sollte bekannt sein. Dass sie von "Menschenrechtlern" regelmäßig als Anschauungsobjekt für die Unmenschlichkeit und Brutalität der israelischen Besatzer Touristengruppen vorgeführt zu werden, hat ihre Einstellung zu linksextremen Friedensaktivisten wohl auch eher negativ beeinflusst, es gab bei solchen Touren schon mehrfach Auseinandersetzungen zwischen Siedlern und "Touristen".

Die deutschen Politiker entscheiden sich trotzdem (oder deshalb) für einen Besuch Hebrons und nehmen ausgerechnet Yehuda Shaul und seine Freunde mit. Die Provokation gelingt, es gibt ein paar Beleidigungen (die nicht ausschließlich den Parlamentariern galten) - schon sich geben sich die Mitglieder des Rechtsausschusses des Deutschen Bundestages empört, reisen aus Protest Hals über Kopf ab, stellen Forderungen ("In order to give the peace process a chance, the members of the law committee, as friends of Israel, appeal to the Israeli authorities to rein in the fanaticism of Jewish settlers.") und verlangen eine Entschuldigung für das Verhalten der israelischen Sicherheitskräfte.

Dabei hätte ein Blick auf die Seite des AA genügt, um auf die Tour gänzlich zu verzichten:

Sicherheitshinweise für die Westbank

Von Reisen in die Westbank wird grundsätzlich abgeraten. Aufgrund der intensiven bewaffneten Auseinandersetzungen im Gazastreifen liegt aktuell auch im Westjordanland ein erhöhtes Risiko vor. ... Es wird empfohlen, die Lage in den Medien aufmerksam zu verfolgen, die tagesaktuellen UN Sicherheitshinweise zu beachten und Fahrten im Westjordanland auf das unerlässliche Minimum zu reduzieren. Fahrten in die nördliche Westbank (insbesondere Jenin, Nablus, Tulkarem), aber auch nach Hebron sollten gegebenenfalls eng mit dem deutschen Vertretungsbüro in Ramallah abgestimmt werden.

Von überflüssigen Fahrten wird ausdrücklich abgeraten, für die deutsche Delegation zählt ein Besuch Hebrons demnach zum "unerlässlichen Minimum". Warum? Ein Blick auf das Besuchsprogamm lässt die Antwort erahnen: Baruch Goldsteins Grab, das Erzvätergrab, die Shuhadastrasse, die von den Siedlern bewohnten Gebiete und der Besuch einer palästinensischen Familie.

Eine Reise, die Vorurteile gegenüber Israel schürt ist für deutsche Politiker (die sich im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages im übrigen gar nicht mit dem Nahostkonflikt befassen) wohl wirklich unerlässlich - liefert sie doch die Munition für die berechtigte Israelkritik, die zu üben jeder Freund Israels verpflichtet ist. Wie praktisch, da schon mal das konzentrierte Böse in Form der Hebronsiedler mit eigenen Augen gesehen und bei einem Gläschen Pfefferminztee von der Brutalität der Israelis mit eigenen Ohren gehört zu haben.

Der israelische Botschafter in Deutschland, Yoram Ben-Zeev, hat sich
bereits bei den Politikern entschuldigt. Von einer Entschuldigung der deutschen Regierung für das inakzeptable Verhalten ihrer Delegation ist nichts bekannt.

Samstag, 8. März 2008

Für Terroristenversteher...

... Gedanken von Bradley Burston . (Übersetzung: Heplev)

An den Westler, der den Terroristen „versteht“


Erspare uns die Erklärungen.


Erspare uns die gelehrten, soziologiegetränkten Rechtfertigungen.


Erspare uns die Gründe, warum du Palästinenser „verstehst“, wenn sie kaltblütig Juden niederschießen.


Erspare uns Kapitel und Vers über das Elend der Palästinenser die Wurzel des islamischen Terrorismus in der gesamten Welt und wenn den Palästinensern nur volle Gerechtigkeit erfahren würden, würde der islamische Terrorismus aus der Welt verschwinden.


Erspare uns das.


Du magst tatsächlich glauben, mit dem blinden Glauben der Hoffnungsvollen und von Angst Erfüllten, dass diese Leute, wenn sie mit den Juden fertig sind, nicht hinter dir her sein werden.


Denke nochmal darüber nach.


Erspare uns den Postmodernismus und den radikalen Chic und den ganzen Mumpitz.


Mach die Augen auf.


Wenn einer mit einer Waffe in eine religiöse Schule am Hauptzugang zu diesem Teil Jerusalems geht, die seit 1948 jüdisch gewesen ist und die niemandem gestohlen wurde, dann pass auf.


Wenn er das Feuer auf Religionsstudenten eröffnet, die in einer Bücherei über Bücher gebeugt sind, wenn er immer weiter feuert, bis Blut die heiligen Buchdeckel und offenen Seiten des Talmud und den ganzen Boden tränkt, dann pass gut auf, wie die selbsternannten Menschen des Glaubens reagieren, die die Hamas betreiben.


Erspare uns die Schlussfolgerung, dass die Hamas Juden nur aus einem Grund umbringt und das dahinter stehende Motiv für die Ermutigung anderer, dasselbe zu tun, der ist, Israel zu einem Waffenstillstand zu zwingen.


Erspare uns das „die israelische Politik ist für das Blutvergießen verantwortlich“ und „das Seminar ist immerhin eine ideologische Bastion und ein Symbol der religiösen Rechten“ und all die anderen gelehrten, arroganten, herablassenden und unmoralischen Arten zu sagen „sie haben es verdient“.


Erspare uns das Verständnis für die Motive der Massenmörder, die mit Gott auf den Lippen töten. Erspare uns das Verständnis der Worte der Hamas-Sprecher, die sagen, dass nach all den durch die Israelis getöteten Palästinenser die Tötungen in Jerusalem „unsere einzige Freude“ sind.


Erspare uns die Ansicht des Erntedankgebets für den großen Sieg, Gebete, die in Moscheen von Gaza just nach der Abschlachtung der Juden begannen. Erspare uns die Ansicht davon, wie Süßigkeiten von kleinen Kindern an Autofahrern im Gazastreifen verteilt werden – Süßigkeiten zur Feier der tot am Boden liegenden jungen Juden, der toten jungen Juden an ihren Schreibtischen, der Juden, die wegen des Verbrechens Juden zu sein an diesem Ort des Studierens und Betens getötet wurden.


Erspare uns die Rechtschaffenheit derer, die Baruch Goldstein dafür verurteilen, dass er mit einem Gewehr in einen heiligen Ort eingedrungen ist und Palästinenser ermordete, die aber verstehen können, warum ein Palästinenser genau dasselbe macht.


Mach die Augen auf.


Letzte Woche, als israelische Truppen in den Gazastreifen fuhren und rund 120 Palästinenser getötet wurden, waren viele davon Bewaffnete; aber weil Kinder ein Sechstel der Gesamtzahl
[der Toten] ausmachten, sprach ein trauernder Vater still und wortgewandt: „Wenn das an anderen Orten der Welt geschieht, gibt es einen großen Aufschrei. Wenn es hier geschieht, schweigt die Welt. Niemanden kümmert es.“


Er hat recht. Die Welt ist zufrieden damit geworden Palästinenser sterben zu lassen. Der Grund ist nicht einfach Gefühllosigkeit. Und es liegt auch nicht daran, wie die Hamas ihren Anhängern im Gazastreifen gegenüber verkündet, dass die Juden die Weltmedien und die Weltfinanzen und damit auch die westliche Regierung kontrollieren.


Der Grund ist der Terror.


Die Welt ist des Credo der Islamisten müde, dass nur der bewaffnete Kampf den israelisch-palästinensischen Konflikt lösen kann und dass die einzig saubere Lösung das Ende Israels ist.


Sogar die israelische Linke, die Jahrzehnte lang die Palästinenser mutig und entschlossen hoch hob, hat zu einem großen Teil die Nase von ihnen voll. Der Grund ist der Terror. Der Grund ist Mord. Der Grund ist, dass die Herrscher von Gaza Leute sind, die einen Wert darin sehen Juden um der Erhöhung der Zahl der toten Juden in der Welt töten.


Die Herrscher von Gaza können sich nicht dazu bringen das Konzept zu akzeptieren, das Heilige Land mit den Juden zu teilen.


Das Beste, was die Herrscher von Gaza tun können, ist der Hoffnung bei ihrem eigenen Volk und auch unserem ein Ende zu bereiten.


Sie glauben, dass der jüdische Staat vorübergehend sei und dass die Juden es bald islamischer Herrschaft überlassen werden.


Nach all dieser Zeit, sollte man meinen, sie würden die Juden ein wenig besser kennen.

Freitag, 7. März 2008

Kein Terror in Jerusalem

Wie nennt man es, wenn ein bewaffneter Attentäter in eine Schule eindringt, mit einem Maschinengewehr und einer Pistole um sich schießt und so acht Menschen tötet und zahlreiche andere verletzt?

Stellt man die Person des Täters in den Mittelpunkt, dann heißt es "Selbstmordattentat", die ganz Kranken faseln von einer "Heldentat" und feiern den geglückten Mord mit Süßigkeiten.


(Das sind übrigens die selben Palästinenser, denen es zur Zeit an allem fehlt: an Nahrung, Benzin, Strom, Wasser - selbst an Zement für Gräber. Quelle)

Ist man nicht ganz so krank, wird man einen Angriff auf eine Schule, bei dem acht Jugendliche den Tod finden, als Terroranschlag einordnen. Egal wer angreift, egal wo die Schule steht und egal welchen Glaubens die Schüler sind - in eine Schule zu gehen um dort wie möglichst viele Schüler zu töten, ist Terror, sonst nichts. [Ein Amoklauf wäre unter anderen Umständen auch denkbar, aber da der Täter weder Schüler noch Lehrer der angegriffenen Schule war und auch nicht von Schülern oder Lehrern dieser Schule bedroht oder gemobt wurde, ist ein Amoklauf unwahrscheinlich.]

Ist der Angreifer ein Palästinenser, steht die Schule in Jerusalem und sind die Schüler orthodoxe Juden sieht es natürlich anders aus. Die Verurteilung des Terroranschlags durch den Weltsicherheitsrat scheitert dann ausgerechnet an LIBYEN, dass eine "ausgewogene Formulierung" fordert, um Terror Terror zu nennen.

"Ausgewogen" heisst in diesem Zusammenhang, der Anschlag darf nicht als Terroranschlag gewertet werden, solange nicht gleichzeitig die israelischen "Aktionen" im Gazastreifen verurteilt würden.

Damit fordert der libysche Uno-Botschafter nichts anderes, als die Gleichsetzung von Verteidigung gegen Terror mit Terror. Denn die israelischen "Aktionen" der letzen Woche sollten nicht die Zivilisten in Gaza terrorisieren, sondern den Beschuss Israels durch Katjuschas und Qassams eindämmen. Dass die dabei getöteten Zivilisten nicht zufällig ihr Leben verloren, sondern sich als "menschliche Schutzschilde" ganz gezielt an Orten aufhielten, die beschossen wurden, geht in der allgemeinen Propaganda mal wieder unter.

Der Hamas sind tote Zivilisten willkommen, die fremden als Feinde und die eigenen als Märtyrer, als Rohmaterial im Propagandakrieg: "Für die Hamas und ihre Sympathisanten ist Blut spottbillig, besonders das Blut ihrer eigenen Kinder. Für die Hamas ist ein totes arabisches Kind ein unbedeutender Preis, der für einen kurzzeitigen Propagandasieg zu zahlen ist. Die "Zionisten" zu dämonisieren wurde zum heiligen Ziel, dass zu erreichen wichtiger geworden ist als einen realen palästinensischen Staat zu gründen und vielleicht von größerer Bedeutung als das Leben an sich." (The Ottawa Citizen)

Der Terrorist, der den Palästinensern gestern so viel Freude bereitet hat, kam übrigens nicht aus Gaza, sondern aus Ost-Jerusalem. Ein 20-jähriger israelischer Araber mit einem Job. Als Schulbusfahrer. Seine Familie hat ein Trauerzelt aufgestellt und ihr Haus mit grünen Hamasfahnen behängt.

Donnerstag, 24. Januar 2008

Ali Baba - The mad dog of the desert

Von 1940 (!), aber schon mit Fleischbomben ("This bench reserved for suicide squad") und dem typisch arabischen Beleidigtsein ("This Fort UNFAIR to Arabs").

Mittwoch, 23. Januar 2008

Gaza im Dunkeln

Die Hamas stellt ihren Leuten im Gazastreifen den Strom ab, indem sie das einzige Kraftwerk stillegt. Wegen mangelnder Spritlieferungen aus Israel - angeblich.

Dieses Kraftwerk produziert ca. 30% der im Gazastreifen benötigten Energie - die restlichen 70% kommen von der Israeli Electric Company (IEC) in Ashkelon und werden weiterhin geliefert.

Der Vorsitzende des Mitarbeiterausschusses bei der IEC: "The situation is totally absurd. We're continuing to supply them electricity despite the (demand) overload for electricity in Israel and despite the fact that Israeli residents and Electric Company workers that are being sent to Gaza Vicinity communities are under threat from Qassam rockets....The Electric Company sends people to fix power outages that are caused from the Qassam barrages everyday in Sderot and the Gaza vicinity and more than one worker has already been injured in these rocket attacks."

Nicht nur die Situation ist absurd, auch die Reaktion der westlichen Medien ist es. Man stellt sich mal wieder geschlossen hinter die jammernden Palis. Spon (Ibrahim Barzak) vermeldeldet die ersten Todesopfer in Krankenhäusern ("fünf Patienten [starben] in den ersten vier Stunden") und beschwört die unmittelbar bevorstehende Hungerkatastrophe : "Bäckereien stellten den Betrieb ein, weil ihnen Energie und Mehl zum Backen fehlten".

Die Zeit ("Kein Strom in Gaza Stadt") berichtet zwar, dass 75% des Strombedarfs weiterhin durch Lieferungen aus israelischen Kraftwerken gedeckt ist und zusätzlich der südliche Gazastreifen mit Strom aus Ägypten versorgt wird und wiederholt dann die Behauptung der UNRWA "die Grenzschließungen zum Gazastreifen hätten dramatischeAuswirkungen auf Krankenhäuser, die Trinkwasserversorgung und die Entsorgung von Abwässern". Das Ganze wird mit einem Foto und einem Video von mitleiderregenden kerzentragenden Kindern garniert.

Die SZ ("Blackout im Gaza-Strreifen) sucht sich arabische Interviewpartner wie Derar Abu Sissi, Generaldirektor des Kraftwerks in Gaza. Der dann auch ein düsteres Bild herbeiphantasiert: "Mindestens 800.000 Menschen sitzen jetzt im Dunkeln. ... Die Katastrophe trifft alle: Krankenhäuser, Wasserwirtschaft, Häuser und Fabriken."

Obwohl Israel am Dienstag eine Sonderlieferung mit Medikamenten und Treibstoff nach Gaza gelassen hat, durchbrechen die Palästinenser, Hamaskämpfer um genau zu sein, heute die Grenze zu Ägypten. Es "eilen die ausgehungerten Palästinenser in ägyptische Ortschaften wie Rafah und Al-Arisch, um dort in großen Mengen Nahrungsmittel, Benzin und andere Versorgungsgüter einzukaufen" (SPON), "sie wollen in Ägypten Nahrungsmittel kaufen, Öl, Medikamente - all dies ist knapp geworden" (Zeit), "Die hungernden Menschen deckten sich in Ägypten mit Lebensmitteln ein. ... Die meisten Menschen konnten ohne Kontrollen die Grenze überqueren. Sie brachten Ziegen, Hühner und Getränkekisten in den Gazastreifen." (SZ). Etwas weniger dramatisch die FR: "Augenzeugen berichteten, sie hätten in den Märkten und Geschäften der ägyptischen Städte Rafah und Al-Arisch große Mengen an Lebensmitteln eingekauft. Einige Palästinenser kehrten bereits mit Matratzen und Körben nach Gaza zurück." Matratzen und Körbe?

Nicht zuletzt nutzen einige ausgehungerte Palästinenser die Gelegenheit, um Geld zu verdienen. "Der 29-jährige Mohammed Abu Ghasel sagte, er habe inzwischen drei Mal die Seiten gewechselt und dabei Zigaretten aus Ägypten mitgebracht, die er im Gazastreifen für den dreifachen Preis verkauft habe. ... Davon kann meine Familie einen Monat leben." (SZ)

Mohammed scheint ein gefragter Interviewpartner zu sein, nur der Preis für die Kippen variiert ein wenig: "Mohammed Abu Ghazel, 29, said he had crossed the border three times. He bought cigarettes worth $53 in Egypt and sold them for five times that in Gaza, he said. ... This can feed my family for a month.'' (NYT)

Und so kommt wieder eins zum anderen. Die selbstverschuldete und in weiten Teilen inszenierte "Katastrophe" im Gazastreifen, das Mitleid der Weltöffentlichkeit mit den armen Palis und die selbstgerechten Vorwürfe an Israel.

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Geld und Terror

Ob den großzügigen Gebern von Paris der Zusammenhang zwischen Geldgeschenken an die "Palästinenser" und der Häufigkeit von Selbstmordanschlägen bekannt ist, kann nur vermutet werden. Dabei erschien schon im September ein sehr interessanter Beitrag bei CAMERA, der diesen Zusammenhang überzeugend darstellt.


In der Vergangenheit hat es immer ungefähr ein Jahr gedauert, bis die "Hilfe" bei den Terroristen angekommen ist. Es stehen - bei 7,4 Milliarden Dollar "Hilfe"- wohl blutige Zeiten bevor.

Dienstag, 11. Dezember 2007

Kinderprogramm

Als "Hass-Industrie" bezeichnet das Intelligence and Terrorism Information Center at the Israel Interlligence Heritace & Commemoration Center (IICC) das Kinderprogramm des Hamas-Senders "Al-Aqsa TV". Zu Recht. Nach der bekannten Hass-Maus, der tierquälenden Biene und dem Jungdschihadi Ahmad gibt es jetzt Karikaturen für die lieben Kleinen.

Am pädagogischen Auftrag hat sich nichts geändert, das Freund-Feind-Schema bleibt - auch, und wohl gerade- zwei Tage nach der Konferenz von Annapolis unverändert. Der israelische Soldat, der wahllos auf Frauen und Kinder schießt, ein Berg von Kinderleichen unter der israelischen Seite des Verhandlungstischs, palästinensische Kinder in ärmlichster Kleidung, weil der Vater von den Juden gefangen gehalten wird und sich deshalb nicht um seine Familie kümmern kann - der "Humor" der Zeichnerin Amiah Jaha ist genauso einfallslos wie abstoßend.

Es gehört zum Wesen der Karikatur, politische Misstände übertrieben darzustellen, "Feinde" anzuprangern und der Lächerlichkeit preiszugeben oder einfach nur geschmacklos zu sein - und für einen erwachsenen Betrachter der Werke Jahas ist es auch nicht mehr als das: geschmacklose, antisemitische Durchschnittsware, wie man sie regelmäßig in arabischen Zeitungen finden kann. Für kleine Kinder sind Karikaturen dagegen generell ungeeignet, weil sie noch nicht in der Lage sind, derartige Bilder zu interpretieren. Um so schlimmer, wenn, wie in den von Al-Aqsa TV gezeigten "Karikaturen", Kinder als Opfer eines übermächtigen, bösartigen Feindes den thematischen Mittelpunkt bilden.

Kinder, die erschossen werden; Kinderleichen unter einem Tisch liegend; Kinder die um ihre verlorenen/abwesenden Väter trauern - das verletzte, getötete, trauernde Kind als Sujet einer Karikaturenreihe im Kinderfernsehen. Arme Kinder.

Donnerstag, 29. November 2007

Hamas-Charta gegen Annapolis

Aus Hamastan nix Neues. Der Gipfel in Annapolis ist kanpp vorbei, die Ergebnisse dürftig und mit Kritik wird auf keiner Seite gespart. Aber: man hat mal wieder geredet und zumindest guten Willen signalisiert (dabei war die Kompromissbereitschaft auf der demokratischen Seite wie immer deutlich höher).

Für die "Hamas-Regierung", die nicht in der Lage ist, die primitivsten Bedürfnisse ihrer Wähler zu erfüllen (das Ausleben von Hass und Gewalt mal ausgenommen), ist das Wenige schon viel zu viel. Zeit, die Positionen klar zu stellen, Zeit für eine "Charta gegen palästinensische Zugeständnisse beim Annapolis-Gipfel":

Zu den Unterzeichnern des Dokuments gehören der abgesetzte Premier Ismail Hanije, Bahar und die restlichen Mitglieder der Hamas-Fraktion. Die Charta steht unter der Überschrift: "Das Festhalten an unveräußerlichen palästinensischen Grundsätzen und die Weigerung, bei der Annapolis-Konferenz palästinensische Rechte aufzugeben". Das berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur "Ma´an". Die Friedenskonferenz im US-Bundesstaat Maryland soll am Dienstag stattfinden.

"Nur die Palästinenser haben das Recht, so über ihre Selbstbestimmung zu entscheiden, wie sie es für angemessen halten", heißt es in dem Dokument. "Sie sind die Besitzer der Gebiete vom Jordan bis zum Mittelmeer. Dieses Eigentumsrecht verjährt weder im Laufe der Zeit noch unter Druck."

Die palästinensische Frage habe arabische und islamische Wurzeln, weil die palästinensischen Gebiete angestammtes Land für alle Muslime überall seien. "Obwohl die Welt zu dem kriminellen Akt schweigt, dass die Palästinenser aus ihrem Heimatland verschleppt werden und ihnen ihr Recht verweigert wird, die von ihnen gewählte politische Instanz zu gründen, bestehen wir auf das Recht auf Wiedereinbürgerung", so die Charta weiter. "Somit sehen wir jede Lösung, die nicht das Recht auf Wiedereinbürgerung, die Freiheit der Häftlinge und die Wiederherstellung des palästinensischen Landes garantiert, als eine schwache Lösung an, die wir völlig ablehnen. Wir werden niemals gegenüber denen kapitulieren, die unserem Volk solche Lösungen auferlegen wollen."

In dem Dokument heißt es zudem: "Die Reproduktion dieser Irrgärten unter Überschriften wie 'Roadmap' oder 'Annapolis-Gipfel' wird nicht zu Stabilität führen, weil solche Abkommen nur die israelische Sicherheit auf Kosten unserer Nation und der Rechte unseres Volkes stabilisieren können. Tyrannei kann nur nach dem Gesetz des Dschungels als Legitimität bezeichnet werden. Deshalb warnen wir vor den Gefahren, die diese Konferenz unserem Volk und der arabischen und islamischen Welt bringt." Quelle

Eigentlich schön, dass die Hamas so klar und offen ihre Standpunkte darlegt. Seltsam, dass es trotzdem einige nicht verstehen und allen Ernstes fordern, Israel solle mit der "Hamas-Regierung" verhandeln.